Kooperation von STAWAG und EWV

Geschäftsführer Regionetz – Dezember 2017

Aachen. Zum 1. Januar 2018 startete ein neuer Netzbetreiber für die Stadt Aachen, die Städteregion Aachen sowie Teile der Kreise Düren und Heinsberg: Unter dem Namen Regionetz GmbH firmiert der Zusammenschluss des Tochterunternehmens der STAWAG, Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, INFRAWEST GmbH, sowie des Netzbetreibers der EWV, Energie- und Wasser-Versorgung GmbH, regionetz GmbH. Mit rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geht damit der in der Region größte Netzbetreiber an den Start, der alle Aufgaben wie Bau, Betrieb, Netzwirtschaft, Asset- und Zählermanagement in den Bereichen Strom, Gas, Wärme, Wasser und Abwasser in einer Gesellschaft bündelt.

„Seit rund zwei Jahren bereiten wir im Schulterschluss mit allen zukünftigen Führungskräften und Mitarbeitern die neue, gemeinsame Netzgesellschaft vor. Wir freuen uns, dass wir nach der langen Vorlaufphase nun endlich loslegen können“, sagt Axel Kahl, bislang Geschäftsführer der regionetz, zuvor Vertriebsleiter der EWV.
Kahl, einer der beiden Geschäftsführer der neuen Regionetz, unterstreicht: „Mit der STAWAG verbindet uns schon lange eine gute Zusammenarbeit und insofern lag es für uns auf der Hand, bei einer möglichen Kooperation vor allem in Richtung Aachen zu schauen. Durch die räumliche Nähe können wir gerade im Netzbereich noch effizienter arbeiten. Unser oberstes Ziel ist ein zuverlässiger und serviceorientierter Netzbetrieb.“

Stefan Ohmen, derzeit Geschäftsführer der INFRAWEST, und ebenfalls zukünftiger Geschäftsführer der Regionetz, erläutert: „Der Netzbetrieb wird zu einer immer anspruchsvolleren Aufgabe: Einerseits müssen wir die strengen, finanziellen Vorgaben durch die Regulierungsbehörden einhalten. Andererseits wird die Steuerung der Netze unter anderem durch die Dezentralisierung der Energiewirtschaft immer komplexer und dynamischer. Hierzu beteiligen wir uns schon heute an vielen Forschungsprojekten rund um intelligente Zähler und Netze und werden dieses Engagement weiter ausbauen.“

Darüber hinaus wird auch die demografische Entwicklung eine große Herausforderung, da allein in den nächsten fünf Jahren weit über 100 Mitarbeiter altersbedingt ausscheiden werden. Ohmen: „Gemeinsam können wir uns besser auf diese Entwicklungen einstellen.“

Keine Änderung für Kunden

Für die Kunden in der Region ändert sich durch die Zusammenlegung der Netzbetriebe nichts: Wie bisher auch ist die STAWAG der Ansprechpartner für die Lieferung von Strom, Gas, Wärme und Wasser in der Stadt Aachen, entsprechend die EWV in ihrem Versorgungsgebiet. Sichtbar wird die neue Gesellschaft, deren Marke den Zusatz beider Muttergesellschaften trägt, vor allem an den Montagefahrzeugen und der Dienstbekleidung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Kooperation ist ein Zusammenschluss von zwei gleichberechtigten Partnern, was sich auch an der Anteilsverteilung der Gesellschaft widerspiegelt: Die STAWAG wird knapp über 50 Prozent an der neuen Gesellschaft halten, die EWV knapp darunter.